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Tauchbasen

Woran erkenne ich eine gute Tauchbasis?



Um aus der Vielzahl der Basen in Hurghada eine der Guten rauszupicken, ist sicher die Empfehlung anderer Taucher eine große Hilfe. Dennoch sollte man sich mit pauschalen Urteilen, wie "War schön" oder "Waren freundlich" nicht zufrieden geben. Sicherlich spielt der Wohlfühlfaktor eine entscheidende Rolle für ein positives Statement. Gleichwohl sollte der Befragte auch Fakten nennen können.

Die Qualität einer Tauchbasis hängt von vielen Faktoren ab. Worauf sollten Sie achten, wenn Sie eine Tauchbasis aussuchen? Hier sind meine Gedanken zu dem Thema. Der Katalog erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Reihenfolge der Punkte stellt keine Rangliste dar.

Personal:

Die Staff einer Basis sollte einen kompetenten Eindruck machen und sich in dem Tauchgebiet auskennen. Das Brevet (Tauchlehrer / DiveMaster / Gold Taucher) sagt nichts darüber aus. Ein Divemaster mag ein guter Taucher sein, aber ob er Ortskenntnis besitzt, ist eine andere Frage.
Wichtig ist auch das Auftreten der Leute: Das Personal sollte Ihnen sympathisch sein und von seiner Art her zu Ihnen passen.
Für einen Tauchkurs gilt: Sprechen der Tauchlehrer und Sie dieselbe Sprache? Wie lange ist er schon Tauchlehrer? Wie genau läuft der Kurs ab? Ein Tauchlehrer der gleichzeitig 6 Tauchschüler betreut, kann sich nicht wirklich um Sie kümmern. Wie will er einen Zwischenfall händeln, bei so vielen Schülern? Sicherheit steht ganz oben!

Sind Sie Tauchanfänger mit wenigen Tauchgängen? Dann fragen Sie nach, was man Ihnen als Tauchneuling anbietet. Denken Sie bitte daran: Tauchen ist ein Risikosport. Gutes Personal einer Tauchbasis achtet stets darauf, dass Sie als Anfänger nur mit einem ortskundigen Tauchlehrer / Guide der Basis ins Wasser gehen. In der Regel liegt die Grenze bei 30 Tauchgängen. Dieser Service muss meistens extra bezahlt werden, was Ihnen der Sicherheit wegen aber das Geld Wert sein sollte. Manchmal teilt man Ihnen auch einen erfahren Taucher zu, der ein entsprechendes Brevet (CMAS Gold bzw. PADI Rescue Diver oder höher) und eine entsprechende Taucherfahrung von mehreren hundert (!) Tauchgängen hat. Fragen Sie danach.

Nimmt man sich Zeit für Sie und Ihre Fragen oder werden Sie nebenbei "abgearbeitet"? Denken Sie daran: Sie bezahlen für die Dienstleistung. Wenn das Personal schon am Anfang kurz angebunden ist, können Sie meist nicht auf eine persönliche Betreuung hoffen.

Und so ganz nebenbei: Beobachten Sie mal, wenn die Taucher abends von der Ausfahrt zurückkommen. Achten Sie darauf, ob die Dive Guides bei ihren Gästen sitzen und sich mit ihnen unterhalten oder ob sie sich distanzieren. Ziehen Sie Ihre eigenen Rückschlüsse auf die persönliche Betreuung.

Basis:

Wie sieht die Basis aus? Macht sie einen gepflegten Eindruck? Gibt es einen Unterrichtsraum? Wichtig ist ein Raum für das Equipment der Gäste: Wie groß ist er? Finden alle Taucher Platz für ihre Sachen oder nur die, die zuerst da sind? Können die Sachen zum Trocknen aufgehängt werden? Stellt die Basis eine Box für die Sachen zum Transport auf die Boote oder bleiben sie in den Tauchtaschen? Und ganz wichtig: Lässt der Raum sich verschließen?

Jede Basis sollte ein Süßwasserbecken haben, damit die Ausrüstung darin gespült werden kann. Werfen Sie einen Blick in das Becken: Ist es sauber und mit frischem Wasser befüllt? Gibt es eine Werkstatt für kleinere Reparaturen?

Wie voll ist die Basis? Eine volle Basis mit 100 Gästen oder mehr kann keine persönliche Betreuung leisten. Es bleibt "Massenabfertigung". Zeit für eine "familiere Atmosphäre" ist auf diesen Basen nicht.

Wer bringt das Tauchequipment auf das Boot? Es gibt immer noch Basen, bei denen die Gäste ihr Equipment auf das Boot schleppen müssen. Meist kein Problem, wenn es sich um kurze Wege handelt. Und bei anderen Basen dürfen die Gäste am Abend auch die Falschen von Bord tragen. Klären Sie solche Fragen im Voraus.
Top-Service: Die Basis-Crew wäscht das Equipment für die Gäste und hängt es zum Trocknen auf.

Nicht wichtig aber schön: eine Taucherbar / Sitzecke für das gemütliche Beisammensein am Abend.

Ausrüstung der Basis:

Was für die Basis insgesamt gilt, gilt erst recht für das Equipment. Wer seine Basis pflegt, legt auch Wert auf sauberes Material.
Das Equipment sollte einen gepflegten Eindruck machen. Niemand kann erwarten, dass er neue Leihsachen bekommt. Aber auch gebrauchtes Material kann gepflegt sein. Ein Flicken auf dem Neoprenanzug meine ich damit nicht, sondern die Automaten. Die sollten in einem einwandfreien Zustand sein: Schrauben lose? Schläuche geknickt? Anschlüsse zwischen Schlauch und Automaten ok? Oktopuss vorhanden? Finimeter?
Fragen Sie nach, ob die Automaten desinfiziert oder ob sie nur im Wasser ausgespült werden, wenn sie von der Ausleihe zurückkommen.
Werfen Sie mal einen Blick in den Kompressorraum. Wie sieht das Gerät aus? Hier kommt schließlich die Atemluft für Ihren Unterwasserausflug her. Das Gerät muss top in Ordnung sein. Auch wenn Sie kein Techniker sind, können sie doch erkennen, ob das Gerät gepflegt wird. Wo ist der Ansaugstutzen des Kompressors und wo parken Autos? Das Ansaugen der Luft darf nicht dort erfolgen, wo Autos ihre Abgase hinblasen. Sind die Pressluftflaschen aus Stahl, sehen sie meist von außen unansehnlich aus. Das ist nunmal so. Reinschauen können sie leider nicht, sodass Sie auf einen ordentlichen Zustand vertrauen müssen.

Für eine größer Ansicht hier klicken. Neuwertige Leihausrüstung.
Schiffe

In Hurghada kommt man per Schiff zum Tauchplatz. Schauen Sie sich die Schiffe an. Sehen sie gepflegt aus?
Fragen Sie nach, ob Sie an Bord Verpflegung bekommen und ob diese im Preis enthalten ist oder nicht. In aller Regel wird auf den Booten ein warmes Mittagessen gekocht. Können Softdrinks an Bord gekauft werden? Fragen Sie nach, mit wie viel Leuten sie an Bord sein werden. Achten Sie darauf, wie groß der Platz im Schatten ist. In aller Regel wollen Taucher spätestens nach dem Mittagessen schlafen und viele möchten im Hochsommer im Schatten liegen. Gibt es Duschen mit Süßwasser an Bord, um sich nach dem Tauchgang kurz abzuduschen? Wie sehen die Toiletten aus?
Gibt es eine Notfallausrüstung auf dem Schiff? Sauerstoffflaschen sind entweder fest installiert oder werden in Form eines Notfallkoffers (z. B. Wenoll- oder DAN-Systeme) von der Basis mitgenommen. Lassen Sie sich die Systeme zeigen und werfen Sie einen Blick in den Koffer, ob da auch etwas drin ist. Wie sieht der Inhalt aus? Es geht um Ihre Sicherheit im Falle eines Falles! Und bei der Gelegenheit beobachten Sie, wie das Basispersonal mit den Geräten umgeht: Macht die Personen einen kompetenten Eindruck und weiß was sie tut? Manche schleppen den Koffer mit und wissen aber noch nicht einmal wie er aufgeht!

Zuguterletzt: die anderen Gäste

Sind die anderen Taucher Ihnen sympathisch? Kommen Sie mit der Mentalität klar? Sprechen Sie die Sprache der übrigen Gäste an Bord? Bedenken Sie: Sie sind den ganzen Tag mit den anderen auf einem Boot zusammen.

Ist alles OK? Dann können Sie einchecken. Haben Sie Bedenken?? Dann gehen Sie eine Basis weiter. Sie sind nicht verpflichtet, bei der Basis zu tauchen, die in Ihrem gebuchten Hotel ist. Die Auswahl an Tauchbasen in Hurghada ist riesig. Und: Nahezu jede Basis bietet einen kostenlosen Shuttle Service von Ihrem Hotel zur Basis an.

Was ist für Sie auf einer Tauchbasis wichtig? Worauf achten Sie? Schreiben Sie über Ihre Erfahrungen im Forum und helfen Sie anderen mit Ihrem Wissen



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