Mit einer Fahrzeit von bis zu zwei Stunden liegt das Riff am äußersten Ende des Radius für eine Tagesfahrt. Bei guten Wetterbedingungen lohnt sich die Fahrt aber auf jeden Fall.
Die Riffform erinnert ein wenig an ein Hufeisen, das nach Süden hin offen ist. Im Innern des Hufeisens befindet sich eine flache Lagune. Shaab El Erg bietet mehrere verschiedene Tauchplätze. Der beliebteste Tauchplatz liegt am südwestlichen Zipfel. Er ist auch als Gota Shaab El Erg bekannt. Viele Safariboote machen auf ihrer Nordtour hier Halt.
Dem Hauptriff südwestlich vorgelagert befindet sich ein großer Riffblock. Er ist vom Boot aus nicht zu übersehen. Dazwischen liegt ein Kanal. Weiter in südwestlicher Richtung folgen kleinere Blöcke und Türme, die zum Teil von der Oberfläche aus zu erkennen sind.
Zwei Tauchpläne stehen zur Auswahl. Plan A: Den großen Riffblock umrunden und durch den Kanal zurück zum Boot. Die Tauchrichtung richtet sich dabei nach der Strömung. Mit kleineren Abstechern in den Korallengarten kann man sich ca. 50 min mit dem Rundgang beschäftigen.
Interessanter ist Plan B: Den drei Korallenblöcken in südwestlicher Richtung folgen. Sie stehen alle auf Sicht, werden immer kleiner und hören schon 8 m unterhalb der Oberfläche auf. Der zweite Korallenblock ist mit seinem kleinen Einschnitt gut zu identifizieren. Am dritten Block angekommen taucht man weiter Richtung Nordwesten. Hier erkennt man einen größeren länglichen Wall. Ihn umrundend geht es in östlicher / südöstlicher Richtung durch den Korallengarten wieder Richtung großen Korallenblock (bzw. Hauptriff). Nicht vergessen unter die Tischkorallen zu schauen. Manchmal findet man dort was...
Der Korallengarten ist einer der schönsten in Hurghada. Allerdings muss der Taucher hier fast immer mit Nordströmung rechnen. Das bedeutet: Gegen die Strömung geht es zum Boot zurück. Der geplagte Taucher findet jedoch immer wieder Schutz hinter den Korallenformationen und kann sich ausruhen. Einen Kompass braucht man nicht wirklich. Wer aber in natürlicher Navigation nicht so gut ist taucht ein Viereck. Tiefe bis ca. 16 m.
Fisch: Drachenköpfe, Krokodilsfische, Zackenbarsche, Blaupunktrochen und zwischen den Tischkorallen auch schon mal Weißspitzenriffhaie. Im Februar und März besteht die Chance auf Mantas an der nördlichen Spitze des Riffs (Anderer Tauchplatz). An Shaab El Erg trifft man häufig auf Delfine. Am nördlichen Ende befindet sich ein weiterer Tauchplatz. Das Riff bildet an dieser Stelle eine flach abfallende Wand. Die Chancen auf Großfisch sind hier groß, weil diese Seite zum offenen Meer zeigt.