Das "Hausriff" von Hurghada. Es ist ein lang gezogenes Riff und liegt direkt vor der Haustür. Charakteristisch sind vier kleine Sandhügel auf dem nördlichen Riffdach. Die Sicht ist meist nicht so gut, wie an den anderen Riffen und es ist leicht versandet. Aber trotzdem bietet es viel: Hier findet sich einfach alles! Steinfische, Oktopus, Seenadeln, Muränen, ... Selbst ein Anglerfisch wohnt(e?) hier. Meist herrscht am gesamten Riff eine leichte, spürbare Strömung. Am nördlichen Ende und auf der Außenseite ist sie stärker.
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Das Riff steht auf einem schmalen Plateau, das sich Richtung Norden verjüngt und in eine Steilwand übergeht. Hier gibt's hin und wieder Großfisch und fast immer Strömung.
Daher werden hier, entsprechende Witterung vorausgesetzt, gerne Strömungstauchgänge gemacht. Nachdem die Taucher am Außenriff abgesetzt wurden, ankert das Boot am Tauchplatz "Fanadir Fog" oder "Fanadir Nord". Eine andere Alternative ist es von hier aus zu gegen die Strömung zu starten und dann halt mit ihr zum Boot zurück.
Das Plateau ist ca. 12 m bis 16 m tief und wird Richtung Süden breiter und flacher. An der Abbruchkante geht es in eine nicht empfehlenswerte tiefe Steilwand über, wobei im Freiwasser öfters Rochen und andere Großtiere gesichtet werden. Die Fressspuren der Rochen sind auf dem Sandgrund des Plateaus zeitweise deutlich zu sehen.
Neben dem Tauchplatz an der Nordspitze des Riffs gibt es noch einen ungefähr in der Mitte. "Fanadir Lagune". Das Boot ankert geschützt in einer seichten Lagune, während die Taucher über das Riff auf die Außenseite tauchen. Die Lagune biete ... nichts. Nur Sandgrund, warmes Wasser, miese Sicht und eine Tiefe von max 5 m. Am Besten sofort übers Riffdach auf die andere Seite.
Für den Rückweg liegt auf dem Grund aus abgestorbenen Korallen ein großer Pfeil. Der Hinweis, wo sich die Stelle im Riffdach befindet, an der es tief genug zum Drübertauchen ist. Wenn man den Pfeil erreicht hat, kann man alternativ auch noch ein Stückchen weiter tauchen. Es kommt dann ein tiefer Einschnitt ins Riff, den auch die Tauchboote nutzen, um in die Lagune zu kommen. Sobald man aber um die Ecke kommt, ist die Sicht schlagartig auf ca. 3 m begrenzt. Entweder man weiß ungefähr wo man ist, oder aber Kompass und Kopf über Wasser und gucken wo das Boot liegt.
Am Riff heimisch in einer kleinen Höhle ist eine Schildkröte. Die Höhle ist leicht zu finden, wenn man übers Riffdach kommend in Richtung Norden taucht. Sie liegt nach ca. 15 min bei 7 m Tiefe. Auf dem Sand finden sich vereinzelte Korallenblöcke, mit weißen Muränen, Gelbmaulmuränen und Drachenköpfen. Man kann ganz gut am Riff entlang tauchen und wenn die Blöcke schemenhaft zu sehen sind, taucht man auf sie zu, anschließend wieder zum Riff zurück. Die Sandfläche ist ansonsten uninteressant. Für den Rückweg bietet sich der obere Bereich des Riffes an, je flacher, je besser. Hier gibt es viel zu entdecken. Fotografen sollten das Makro nicht vergessen!
Ein letzte Alternative die ich sehr gerne mache, wenn es die Bootszusammenstellung zulässt: Irgendwo am Riff unterhalb der Steilwand ins Wasser und dann mit der leichten Strömung treiben lassen. Das Boot folgt an der Oberfläche. Wenn der Reservedruck erreicht ist, vom Boot einsammeln lassen. Da das Riffplateau nur um die 12 m tief ist, kann man sich sehr viel vom Riff anschauen und hat einen wundervoll entspannten Tauchgang.